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Zentrale Befunde

Sportunfälle und -verletzungen verursachen nicht nur Leid und Schmerzen, sondern auch Kosten. Wie die folgende Abbildung zeigt, beliefen sich die Kosten der Sportunfälle aller UVG-Versicherten im Jahr 2016 auf 1.12 Mia. Franken.

Die jährlichen Kosten lagen während der 1990er-Jahre relativ stabil bei ca. 550 Millionen Franken. Seit den 2000er-Jahren sind sie markant gestiegen und betrugen 2016 zum dritten Mal in der Beobachtungsperiode über einer Milliarde Franken. Auch wenn man die Teuerung mitberücksichtigt, steigen die Kosten der Sportunfälle stärker an als die Anzahl der Verletzten im Sport (vgl. den Indikator "Niveau und Entwicklung der Sportunfälle und -verletzungen"), was mit dem generellen Anstieg der Kosten im Gesundheitsbereich zusammenhängen dürfte.

Weitere Informationen zum Indikator finden sich in einem PDF-Dokument.

Hinweis: Die Kosten umfassen sowohl die Heilungskosten als auch die Taggeld- und Rentenkosten.

Quellen und Literatur

Datenquellen:

  • Suva, Sammelstelle für die Statistik der Unfall­versicherung UVG (SSUV), Observatorium Sport und Bewegung Schweiz: Sport Schweiz.
  • Niemann, St., Ch. Lieb, H. Sommer (2015): Nichtberufsunfälle in der Schweiz. Aktualisierte Hochrechnung und Kostenberechnung. Bern: bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung.
  • STATUS 2018. Statistik der Nichtberufsunfälle und des Sicherheitsniveaus in der Schweiz. Bern: bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung.

Weiterführende Literatur:

  • Mattli, R., S. Hess, M. Maurer, K. Eichler, M. Pletscher, S. Wieser (2014): Kosten der kör­perlichen Inaktivität in der Schweiz. Winterthur: Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie / ZHAW.
  • Smala, A., I. Beeler, T. Szucs (2001): Die Kosten der körperlichen Inaktivität in der Schweiz. Zürich: Universität Zürich.
  • Sommer, H., O. Brügger, C. Lieb, S. Niemann (2007): Volkswirtschaftliche Kosten der Nichtberufsunfälle in der Schweiz. Strassenverkehr Sport, Haus und Freizeit. Bern: bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung.
  • Sport Schweiz 2014: Lamprecht, Markus, Adrian Fischer und Hanspeter Stamm (2014): Sport Schweiz 2014. Sportaktivität und Sportinteresse der Schweizer Bevölke­rung. Magglingen: BASPO.
Definitionen

Über die Statistik der Unfallversicherung lassen sich die direkten (d.h. versicherungsrelevanten) Kosten von Sportunfällen beziffern. Die Angaben sind auf die nach UVG versicherten Arbeitnehmenden (inkl. registrierte Stellensuchende) beschränkt und enthalten keine Angaben zu den Sportunfällen von Kindern, nicht erwerbstätigen Personen, Selbständigen und Pensionierten.

In einer Studie von Ecoplan und der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung (Sommer u.a. 2007) wurden die volkswirtschaftlichen Kosten der Unfälle im Nichtberufsbereich (Strassenverkehr, Sport, Haus und Freizeit) mit einer einheitlichen Methodik berechnet. Die Berechnung wurde 2015 auf einer neuen Datenbasis aktualisiert (Niemann u.a. 2015) und die Zahlen werden jährlich neu hochgerechnet.

Mit Hilfe von Daten aus Sport Schweiz 2014 können die Unfallkosten in Relation zu den Expositionszeiten gesetzt werden.

Weitere Befunde

Weitere Informationen sind in einem gesonderten PDF-Dokument verfügbar.

Die zusätzlichen Analysen zeigen unter anderem:

  • Gemäss einem 2018 aktualisierten Berechnungsmodell von Niemann et al. (2015) beliefen sich die materiellen Gesamtkosten der Sportunfälle in der Schweiz im Jahr 2015 auf knapp 2.9 Mia. Franken. Diese Kosten teilen sich ungefähr je hälftig auf in direkte (medizinische Heilungskosten) und indirekte Kosten (Produktionsausfall etc.).
  • Bei den UVG-Versicherten verursachen Unfälle im Wintersport (35%) und bei Ballspielen (28%) die höchsten Gesamtkosten.
  • Besonders hohe durchschnittliche Kosten pro Unfall entstehen beim Tourenskifahren, auf Berg- und Klettertouren sowie beim alpinen Skifahren.
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