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Die Schweizer Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren trotz Krisentendenzen in der Euro-Zone, der Covid-19-Pandemie und der Unwägbarkeiten der Weltpolitik als sehr widerstandsfähig erwiesen. Obwohl keinerlei Gewissheit darüber besteht, dass sich dies fortsetzen wird, rechnet das BFS in seinen neuesten Szenarien der Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung mit einem weiteren Wachstum der Schweizer Wirtschaft.

Entsprechend prognostiziert das BFS in seinen Entwicklungsszenarien für die kommenden Jahrzehnte eine leicht steigende Wirtschaftsbeteiligung von 5.5 Mio. Erwerbstätigen im Jahr 2025 auf 5.8 Mio. im Jahr 2055. Während zwischen den Geschlechtern mit keinen grösseren Verschiebungen zu rechnen sein wird, dürfte der Anstieg der erwerbstätigen Personen vor allem auf ausländische Arbeitskräfte zurückzuführen sein, welche die demographische Alterung der einheimischen Bevölkerung teilweise kompensieren. Aufgrund der insgesamt älter werdenden Bevölkerung dürfte die Erwerbsquote (Anteil der Bevölkerung, welche erwerbstätig ist) der über 15-Jährigen bis 2055 von aktuell 68 Prozent auf 64 Prozent fallen. Für die Erwerbsquote der 15- bis 64-jährigen Bevölkerung wird dagegen eine leichger Anstieg prognostiziert (2025: 85%; 2055: 86%).

Gemäss diesem Szenario ist es mit anderen Worten also wahrscheinlich, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Sportentwicklung nicht grundlegend verändern werden: Ein grosser Teil der Bevölkerung wird weiterhin erwerbstätig sein und damit nicht unbegrenzt Zeit für sportliche und andere Freizeitaktivitäten zur Verfügung haben. Umgekehrt dürfte die Mehrheit der Erwerbstätigen jedoch über ein Einkommen verfügen, das ihnen Konsumausgaben in der Freizeit erlaubt. Davon wird auch der Sport profitieren, der in den meisten Fällen auf Geräte (z.B. Skis, Fahrräder) und Bekleidungsartikel (Schuhe, Outdoor-Kleidung) angewiesen ist und häufig auch weitere Ausgaben bedingt (z.B. Eintrittsgelder, Abonnementskosten).

Weitere Informationen zum Indikator finden sich in einem PDF-Dokument.

Quellen und Literatur

Datenquellen:

  • Bundesamt für Statistik (2025): Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Schweiz 2025–2055. Neuchâtel: BFS.

 

Definitionen

In den «Szenarien der Bevölkerungsentwicklung» nimmt das Bundesamt für Statistik (BFS) auf der Grundlage verschiedener Annahmen Schätzungen für die zukünftige Entwicklung der Schweizer Wohnbevölkerung vor. Dabei werden drei unterschiedliche Szenarien entwickelt: «Das Referenzszenario ist das Szenario […], das auf der Fortsetzung der Entwicklungen der letzten Jahre beruht. Das «hohe» Szenario […] basiert auf einer Kombination von Hypothesen, die das Bevölkerungswachstum begünstigen, während das «tiefe» Szenario […] Hypothesen kombiniert, die dem Bevölkerungswachstum weniger förderlich sind.» (BFS 2015, S. 6). Für die vorliegende Darstellung wurde das Referenzszenario («mittleres Szenario») verwendet.

Weitere Befunde

Weitere Informationen sind in einem gesonderten PDF-Dokument verfügbar.

Die zusätzlichen Analysen zeigen unter anderem:

  • Bildungsexpansion: Tiefgreifender als auf der Ebene der Erwerbsbeteiligung dürfte gemäss Szenarien des BFS der Wandel bei den Bildungsab­schlüssen ausfallen: Verfügen gegenwärtig 48 Prozent der Schweizer Bevölkerung über einen (Fach-) Hochschulabschluss, dürfte dieser Anteil in den nächsten drei Jahrzehnten auf 66 Prozent zunehmen. Da Personen mit einem höheren Bildungsabschluss tenden­ziell mehr Sport treiben als Personen mit einem tieferen Abschluss, dürfte sich diese Entwicklung positiv auf die Sportaktivität auswirken.
  • Sportausgaben: Da die Höhe des Bildungsabschlusses positiv mit der Höhe des Einkommens korreliert ist, dürften die verfügbaren Einkommen in Zukunft tendenziell wachsen, was positive Auswirkungen auf den sportspezifischen Konsum haben wird.
  • Sportpolitik: Es gibt aktuell keine Hinweise darauf, dass die Schweizer Politik weniger sportfreundlich werden wird. Allerdings ist nicht auszuschliessen, dass der Bau und Unterhalt von Sportanlagen angesichts finanzieller Restriktionen und knapper werdenden Baulandressourcen zu zunehmenden Auseinandersetzungen führen könnte.
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