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Zentrale Befunde

Sportliche Aktivitäten können in Form von Unfällen und Verletzungen auch eine Kehrseite haben. Pro Jahr verletzen sich gut 400'000 der in der Schweiz wohnhaften Personen beim Sport. Rund 45 Prozent dieser verletzten Personen sind nach UVG versicherte Arbeitnehmer/innen. Nach einem vorläufigen Spitzenwert im Jahr 2003 sind die Unfallzahlen in den beiden darauf folgenden Jahren leicht gesunken und anschliessend wieder auf Werte über 400'000 angestiegen.

Für die Jahre ab 2006 werden die Sportunfälle in der Gesamtbevölkerung mit einer im Jahr 2011 aktualisierten Daten- und Schätzbasis neu berechnet. Für die Zeit zwischen 2006 und 2010 enthält die Abbildung zwei Linien für die hochgerechneten Unfallzahlen. Mit der geänderten Berechnung liegen die Unfallzahlen in der Gesamtbevölkerung deutlich höher als zuvor.

Weitere Informationen zum Indikator finden sich in einem PDF-Dokument.

Quellen und Literatur

Datenquellen:

  • Suva, Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung (SSUV).
  • STATUS 2018. Statistik der Nichtberufsunfälle und des Sicherheitsniveaus in der Schweiz. Bern: bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung.
  • Sport Schweiz 2014: Lamprecht, Markus, Adrian Fischer und Hanspeter Stamm (2014): Sport Schweiz 2014. Sportaktivität und Sportinteresse der Schweizer Bevölke­rung. Magglingen: BASPO.
Definitionen

Die Angaben zu den Sportunfällen basieren primär auf der Statistik der Unfallversicherung. In der UVG-Statistik sind alle gemeldeten Unfälle (d.h. alle medizinisch behandelten Verletzten/Fälle) von versicherten Arbeitnehmern (inkl. registrierte Stellensuchende) enthalten.

Auf der Basis der UVG-Statistik und unter Beizug weiterer Datenquellen nimmt die bfu eine Hochrechnung für die Gesamtbevölkerung vor, die namentlich auch Kinder, Nicht-Erwerbstätige, Selbständigerwerbende und Pensionierte enthält. Mit einer Bevölkerungsbefragung im Jahr 2011 konnte die Datenbasis für die Hochrechnung aktualisiert werden.

Mit Hilfe von Daten aus Sport Schweiz 2014 können die Unfallzahlen in Relation zu den Expositionszeiten gesetzt und damit Inzidenzraten für die verschiedene Sportarten berechnet werden.

Die Statistik der tödlichen Sportunfälle wird von der bfu unter Beizug verschiedener Datenquellen erstellt.

Weitere Befunde

Weitere Informationen sind in einem gesonderten PDF-Dokument verfügbar.

Die zusätzlichen Analysen zeigen unter anderem:

  • Bezieht man die Unfallzahlen auf die Grösse der Gesamtbevölkerung so verletzen sich in der Schweiz aktuell (2015) jährlich rund 50 von 1000 Personen beim Sport. Diese Zahl hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert.
  • Im Jahr 2015 entfiel über die Hälfte aller Sportunfälle auf Ballspiele (insbesondere Fussball) und den Wintersport (insbesondere Skifahren).
  • Gemessen an der effektiven Ausübung der Sportarten (Exposition) erweisen sich Handball, Eishockey und Fussball als die verletzungsträchtigsten Sportarten, wobei sich in diesen Teamsportarten relativ häufig auch Unfälle mit leichteren Verletzungsfolgen ereignen.
  • Im Schnitt ereignen sich in der Schweiz pro Jahr gut 170 tödliche Unfälle beim Sport. Etwa ein Viertel der tödlichen Unfälle betreffen ausländische Touristen. Knapp die Hälfte der tödlichen Unfälle ereignet sich im Bergsport.
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