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Zentrale Befunde

Die positiven Gesundheitswirkungen körperlicher Aktivität wurden in zahlreichen Unter­suchungen belegt. Entsprechend gehört die Förderung von Bewegungsaktivitäten in der Bevölkerung zu den wichtigen Zielsetzungen der schweizerischen Sport- und Gesundheitspolitik. Erwachsenen wird empfohlen, sich pro Woche mindestens zweieinhalb Stunden bei mittlerer Intensität zu bewegen.

Aus der folgenden Abbildung geht hervor, dass der Anteil derjenigen, welche die Bewegungs­empfehlungen erfüllen (blaue Farbe), zwischen 2002 und 2022 von 62 Prozent auf 76 Prozent zugenommen hat. Dagegen ist der Anteil der Inaktiven um 11 Prozentpunkte zurückgegangen. Bemerkenswert ist, dass sich das Bewegungsverhalten der Bevölkerung zwischen 2017 und 2022 kaum verändert hat. Möglicherweise hatte die Covid-19-Pandemie einen Einfluss auf dieses Resultat: Auf die Frage, ob sich das Bewegungsverhalten in der Folge der Covid-19-Pandemie verändert habe, geben zwar knapp zwei Drittel (64.9%) der Befragten an, es sei gleich geblieben, aber der Anteil derjenigen, welche sich weniger bewegt haben (19.5%) ist etwas höher als der Anteil derjenigen, welche ihre Bewegungsaktivität ausdehnten (15.6%)

Weitere Informationen zum Indikator finden sich in einem PDF-Dokument.

 

Quellen und Literatur

Datenquellen:

  • Schweizerische Gesundheitsbefragungen (SGB) 2002 bis 2022 des Bundesamts für Statistik (BFS).

Weiterführende Literatur:

 

Definitionen

Die geltenden Empfehlungen für gesundheitswirksame körperliche Aktivität wurden vom Bundesamt für Sport, vom Bundesamt für Gesundheit, Gesund­heitsförderung Schweiz, der Suva, der bfu und dem «Netzwerk Gesundheit und Bewegung Schweiz» (HEPA) formuliert und publiziert.

Empfohlen werden mindestens zweieinhalb Stunden Bewegung pro Woche bei moderater Intensität (leicht erhöhter Puls und Atemfrequenz). Alternativ dazu können 75 Minuten Sport oder Bewegung mit höherer Intensität (Aktivitäten, die mindestens ein deutlich beschleunigtes Atmen und leichtes Schwitzen verursachen) oder Kombinationen verschiedener Intensitäten ausgeübt werden. Idealerweise sollte die körperliche Aktivität auf mehrere Wochentage verteilt werden. Zudem gilt es zu beachten, dass es sich um Minimalempfehlungen handelt. Ein höherer Bewegungsumfang bringt zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen.

Die Schweizerischen Gesundheitsbefragungen (SGB) des Bundesamtes für Statistik (BFS) enthalten verschiedene Fragen zu moderaten und intensiven körperlichen Aktivitäten, mit denen sich bestimmen lässt, welcher Anteil der Bevölkerung die Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung erfüllt. Die Darstellung unterscheidet zwischen vier Aktivitätsniveaus:

  • trainiert: mindestens 3 Tage pro Woche mit Schwitzepisoden durch körperliche Bewegung.
  • ausreichend aktiv: mindestens 5 Tage mit jeweils mindestens 30 Minuten Aktivitäten mit mittlerer Intensität (ausser Atem kommen) oder mindestens 150 Minuten mittlere Intensität pro Woche oder 2 Tage mit Schwitzepisoden.
  • teilaktiv: mindestens 30 Minuten mittlere Intensität pro Woche oder 1 Tag mit Schwitzepisoden.
  • inaktiv: keine nennenswerte Bewegungsaktivität.

Die ersten zwei Gruppen erfüllen die Bewegungsempfehlungen.

Weitere Befunde

Weitere Informationen sind in einem gesonderten PDF-Dokument verfügbar.

Die zusätzlichen Analysen zeigen unter anderem Unterschiede im Bewegungsverhalten nach:

  • Sprachregion: In der Deutschschweiz werden die Bewegungsempfehlungen häufiger erfüllt als in den anderen Landesteilen.
  • Migrationshintergrund: Der Anteil bewegungsaktiver Personen unterscheidet sich nach Herkunftsregion.
  • Geschlecht: Männer sind zwar etwas häufiger aktiv als Frauen; diese haben in den vergangenen Jahren jedoch aufgeholt.
  • Schulbildung: Höher gebildete Personen sind häufiger aktiv als Personen, welche nur die obligatorische Schule abgeschlossen haben.

Es lassen sich auch Unterschiede nach Alter nachweisen. Diese sind allerdings nicht linear. Die jüngsten Befragten (15-24 Jahre) sind zwar am aktivsten, doch ist der Anteil bewegungsaktiver Menschen im mittleren Lebensabschnitt relativ konstant, um zum Zeitpunkt der Pensionierung noch einmal leicht anzusteigen und erst im höheren Alter wieder deutlich abzunehmen.

Weitere Informationen

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