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Zentrale Befunde

Die Sportvereine haben in der Schweiz eine grosse Bedeutung als Anbieter von Sportmöglichkeiten. Wie die folgende Abbildung zeigt, wiesen die 86 Mitgliederverbände von Swiss Olympic im Jahr 2016 2.8 Millionen Mitgliedschaften und 2.0 Millionen Aktivmitgliedschaften auf.

Nachdem die Sportvereins­mitgliedschaften im Jahr 1996 einen Rekordwert von 3.4 Millionen erreicht hatten, folgte bis zum Jahr 2010 ein stetiger Rückgang. Dieser war vor allem auf die Tatsache zurück­zuführen, dass die obligatorische Mit­gliedschaft von wehrpflichtigen Männern in Schützenvereinen abgeschafft und die Vereins- und Verbands­statistiken bereinigt wurden.

Zwischen 2010 und 2016 stieg die Anzahl Mitgliedschaften wieder leicht von 2.7 auf 2.8 Millionen Personen. Mitver­antwortlich für diese Entwicklung war die neue Mitgliedschaft des Schwingverbands bei Swiss Olympic. Die Zahlen zur Aktivmitgliedschaft im Sportverein zeigen in den letzten 20 Jahren einen Rückgang. 2016 wurden erstmals weniger als 2 Mio. Aktivmitgliedschaften gezählt.

Weitere Informationen zum Indikator finden sich in einem PDF-Dokument.

Quellen und Literatur

Datenquellen:

  • Sport Schweiz 2014: Lamprecht, Markus, Adrian Fischer und Hanspeter Stamm (2014): Sport Schweiz 2014. Sportaktivität und Sportinteresse der Schwei­zer Bevölkerung. Magglingen: Bundesamt für Sport BASPO.
  • Lamprecht, Markus, Rahel Bürgi, Angela Gebert und Hanspeter Stamm (2017): Sport­vereine in der Schweiz. Magglingen: Bundesamt für Sport BASPO.

Weiterführende Literatur:

  • Stamm, Hanspeter und Markus, Lamprecht (1998): Sportvereine in der Schweiz. Probleme – Fakten – Perspektiven. Chur: Rüegger.
  • Lamprecht, Markus, Adrian Fischer und Hans­peter Stamm (2012): Die Schweizer Sportvereine. Strukturen, Leistungen, Herausforderungen. Zürich: Seismo.
Definitionen

Die Angaben zur Entwicklung der Anzahl Sportvereine und ihrer Mitglieder beruhen auf den Verbands­befra­gungen, die Swiss Olympic periodisch durchführt. Da ver­schiedene Ve­reine mehreren Verbänden angehören, ergeben sich im Aggregat Doppelzählungen.

Weitere Angaben stammen aus den nationalen Vereinsbefragungen. In der ersten nationalen Vereins­befragung von 1996 wurden 1481 Vereine schriftlich befragt. Die Vereins­studie des Sportobservatoriums aus dem Jahr 2010 ba­siert auf einer Onlinebefragung von 6221 Vereinen. 2016 wurden die Verantwortlichen von 5335 Vereinen und von 86 nationalen Verbänden online befragt.

Weitere Befunde

Weitere Informationen auf der Grundlage der Vereinsstudie 2016 sind in einem gesonderten PDF-Dokument verfügbar.

Die zusätzlichen Analysen zeigen unter anderem:

  • Rückläufige Anzahl der Sportvereine: Die Zahl der Sportvereine in der Schweiz hat zwischen 1995 und 2016 kontinuierlich von rund 27'000 auf rund 19'500 abgenommen. Häufig werden Vereine aber nicht aufgelöst, sondern sie fusionieren mit anderen Vereinen.
  • Unterschiede nach Sprachregion: Auf 1000 Einwohner kommen in der Schweiz 2.3 Sportvereine. In der Deutsch­schweiz sind die Vereinsdichte und der Anteil Vereinssportler an der Wohnbevölkerung höher als in der französisch- und italienischsprachigen Schweiz.
  • Anzahl Aktivmitglieder: Die Verbände mit den meisten Aktivmitgliedern sind der Schweizerische Fussballverband (281'521), der Schweizerische Turnverband (247'662), der Schweizer Hochschulsport-Verband (180'000), Swiss Tennis (163'633) und der Schweizer Alpen-Club (146'116).
  • Geschlechterunterschied: Männer partizipieren stärker am Vereinssport als Frauen.
  • Altersunterschied: Im Alter von 15 bis 29 Jahren ist jeder Dritte Mit­glied eines Sportvereins. In der Altersgruppe der 60- bis 74-Jähri­gen ist noch jede fünfte Person in einem Sport­verein aktiv.
  • Nationalität: Während von der einheimischen Bevölkerung gut ein Viertel in einem Sportverein aktiv ist, ist es in der ausländi­schen Wohnbevölkerung etwa jede siebte Person.
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