Menu

Zentrale Befunde

In den Studien „Sport Schweiz 2008“ und „Sport Schweiz 2014“ wurden den Kindern und Jugendlichen verschiedene Fragen zum Bewegungs- und Sportverhalten gestellt, welche die Unterscheidung von Sport im engeren Sinne und sportlichen Aktivitäten (im weiteren Sinne) ermöglichen.

Die folgende Abbildung zeigt auf, dass bei einem engeren Sportbegriff knapp die Hälfte (47%) der 10–14-Jährigen zusätzlich zum obligatorischen Sportunterricht mehr als drei Stunden pro Woche Sport treiben. Berücksichtigt man auch die sportlichen Aktivitäten im weiteren Sinne, so kommen drei Viertel (74%) der 10–14-Jährigen auf über drei Stunden Sportaktivität pro Woche. Zwischen 2008 und 2014 ist die Sportaktivität der 10–14-Jährigen leicht zurückgegangen. Der Anteil derjenigen, die eine Aktivität von über sieben Stunden ausweisen, hat sich sowohl beim Sport im engeren Sinne als auch bei den sportlichen Aktivitäten um fünf Prozentpunkte reduziert.

Weitere Informationen zum Indikator finden sich in einem PDF-Dokument.

Quellen und Literatur

Datenquellen:

  • Sport Schweiz 2008 (n=1530) und Sport Schweiz 2014 (n=1525)

Weiterführende Literatur:

  • Lamprecht, Markus, Adrian Fischer, Doris Wiegand und Hanspeter Stamm (2015): Sport Schweiz 2014. Kinder- und Jugendbericht. Magglingen: Bundesamt für Sport BASPO.
Definitionen

Die Messung der Sportaktivität von Kindern ist vergleichsweise schwierig, da die Grenze zwischen Bewegung, Spiel und Sport im Kindesalter fliessend verläuft.

Die Angaben zum «Sport im engeren Sinne» beziehen sich auf die Frage: «Welche Sportarten treibst Du?», während «sportliche Aktivitäten» auch die Antworten auf die folgende Frage enthält: «Gibt es noch andere sportliche Aktivitäten, die Du hie und da betreibst, wie zum Beispiel Schwimmen, Skifahren, Fussballspielen mit Freunden, Velofahren, Wandern, Schlitteln, Tanzen oder freiwilliger Schulsport?» In bei­den Fragen wurde der obligatorische Sportunterricht explizit ausgeschlossen.

Weitere Befunde

Weitere Informationen sind in einem gesonderten PDF-Dokument verfügbar.

Die zusätzlichen Analysen zeigen unter anderem Unterschiede in der Sportaktivität nach:

  • Geschlecht: Mädchen treiben neben dem obligatorischen Sportunter­richt weniger Sport als Knaben.
  • Alter: Der Umfang der Sportaktivität ausserhalb der Schule nimmt etwa bis zum 13. Lebensjahr leicht zu und geht danach bis zum 19. Lebensjahr deutlich zurück.
  • Sportarten: Die beliebtesten Sportarten unterscheiden sich je nachdem, ob nach "Sport im engeren Sinne" oder allgemeinen sportlichen Aktivitäten gefragt wird. Bei letzteren schwingen Schwimmen, Radfahren, Skifahren und Fussball mit grossem Vorsprung obenaus. Beim Sport im engeren Sinne ist Fussball rund doppelt so populär wie das Radfahren, dass am zweithäufigsten genannt wird.
  • Sportvereine: Knaben sind deutlich häufiger in Sportvereinen sportlich aktiv als Mädchen. Auch bei den Vereinsaktivitäten ist ab dem 13. Altersjahr ein Rückgang zu verzeichnen. Der Vergleich der Jahre 2008 und 2014 zeigt jedoch, dass der Anteil an Vereinsmitgliedern in der Gruppe der 10- bis 14-Jährigen in beiden Jahren exakt gleich gross war. Der weiter oben erwähnte Rückgang der sportlichen Aktivitäten ist somit nicht auf einen Rückgang des Vereinssports zurückzuführen.
Zum Seitenanfang