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Zentrale Befunde

Der vorliegende Indikator enthält Informationen zur sportlichen Aktivität in der Schweiz und in verschiedenen Vergleichsländern.

Wie der folgenden Abbildung zu entnehmen ist, haben regelmässige sportliche Aktivitäten in der Schweiz seit den späten 1970er Jahren ständig an Bedeutung gewonnen: Trieb 1978 erst rund ein Fünftel der Bevölkerung zweimal oder häufiger pro Woche Sport, ist dieser Anteil bis zum Jahr 2020 auf knapp 60 Prozent angestiegen.

Der „Sportboom“ der vergangenen Jahrzehnte hat zunächst allerdings nur wenig an der Tatsache geändert, dass über ein Viertel der Bevölkerung keinen Sport treibt. Erst in den vergangenen sechs Jahren ist der Anteil der Nichtsportler deutlich auf 16 Prozent gefallen. Der Rückgang bei den Inaktiven ging dabei nicht zuletzt mit einem leichten Wachstum der Gruppe der gelegentlich Aktiven (seltener als einmal pro Woche) einher.

Weitere Informationen zum Indikator finden sich in einem PDF-Dokument.

Quellen und Literatur

Datenquellen:

  • Sport Schweiz 2000 bis 2014, Swiss Olympic Studien 1978 bis 1994

Weiterführende Literatur:

  • Lamprecht, Markus, Rahel Bürgi und Hans­peter Stamm (2020): Sport Schweiz 2020. Sportaktivität und Sportinteresse der Schwei­zer Bevölke­rung. Magglingen: Bundesamt für Sport.

  • European Commission (2018): Special Eurobarometer 472 „Sport and Physical Activity». Ohne Ort.

Definitionen

Die Analysen basieren auf Befragungen zur Sportaktivität. Die meisten Daten stammen aus der Studie "Sport Schweiz 2020", in deren Rahmen im Jahr 2019 insgesamt 12'120 Personen zu ihren sportlichen Aktivitäten befragt wurden. Für Sport Schweiz wurde bereits in der ersten Erhebung 2000 ein Indikator aus der Häufigkeit und der Dauer der sportlichen Aktivität geschaffen, der gute Vergleiche über die letzten 20 Jahre zulässt.

Weitere Befunde

Weitere Informationen sind in einem gesonderten PDF-Dokument verfügbar.

Die zusätzlichen Analysen zeigen unter anderem Unterschiede in der Sportaktivität nach:

  • Alter: Bei den 15–24-Jährigen findet man die meisten sehr aktiven Sportler (59%) und am wenigsten inaktive Personen (15%). Die Sportaktivität ist bei den 25–34-Jährigen deutlich tiefer (48%) und bleibt bis zum Pensionsalter relativ stabil, um danach nochmals leicht anzusteigen.
  • Geschlecht: Frauen treiben in einem ähnlichen Umfang Sport wie Männer.
  • Regionale Unterschiede: In der Westschweiz und in der italienischen Schweiz wird zwar weiterhin weniger Sport getrieben als in der Deutschschweiz. Die Unterschiede zwischen den Sprachregionen haben sich zwischen 2014 und 2020 jedoch stark verringert.
  • Nationalität: Schweizerinnen und Schweizer sind insgesamt sportlicher als die in der Schweiz lebenden Ausländerinnen und Ausländer. Je nach Herkunftsregion unterscheidet sich der Anteil regelmässiger Sporttreibender jedoch deutlich. Besonders hoch ist der Anteil an sportlich Aktiven bei den Mittel und Nordeuropäer/innen, während Personen aus Süd- und Osteuropa vergleichsweise häufig keinen Sport treiben.
  • Sozio-ökonomische Unterschiede: Es lassen sich verschiedene Unterschiede bezüglich Bildungsstand, beruflicher Stellung und Einkommen nachweisen, wobei gilt: je höher die Bildung, der Beruf und das Einkommen, desto eher treibt man Sport.
  • Internationaler Vergleich: Internationale Vergleichsdaten legen den Schluss nahe, dass die Schweiz zu den "sportlichsten Ländern" Europas gehört.
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