Observatorium Sport und Bewegung Schweiz

Indikator 5.11

Bewegungsräume und -flächen

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Für die Ausübung von sportlichen und Bewegungsaktivitäten spielt nicht nur die formelle Sport­infrastruktur (vgl. Indikator 5.5) eine Rolle, sondern auch die Möglichkeit, Flächen im Freien zu nutzen. Dazu gehören Wälder, Wiesen, Gewässer oder Berge, in und auf denen sich verschiedene Bewegungsaktivitäten ausführen lassen (z.B. Wandern, Wassersport) sowie die Wander- und Radwege, welche diese Gebiete erschliessen.

Von zunehmender Bedeutung sind in der stark urbanisierten Schweiz überdies "bewegungs­freundliche Siedlungsstrukturen", welche körperliche Aktivitäten auch im nächsten Wohnumfeld möglich machen. Dazu gehören etwa Begegnungszonen, Spielplätze, Pärke oder vom motorisierten Verkehr abgetrennte Rad- und Spazierwege.

Befunde

Die Abbildung zeigt den Anteil der "grundsätzlich für sportliche und Bewegungsaktivitäten" nutzbaren Flächen in der Schweiz gemäss einer Analyse des Instituts für Tourismuswirtschaft (ITW) der Hochschule Luzern. Gemäss dieser Zusammenstellung kann über ein Drittel der Fläche der Schweiz als "Bewegungs­fläche" identifiziert werden, wobei stadtnahe Erholungsflächen und Ausflugserholungsgebiete über ein Viertel der Gesamtfläche ausmachen.

Einschätzung: In der Schweiz steht eine Vielzahl von "potentiellen Bewegungsflächen" zur Verfügung. Angesichts des steigenden Urbanisierungsgrades gewinnen jedoch bewegungsfreundliche Siedlungsstrukturen zunehmende an Bedeutung. Hierzu dürften in den kommenden Jahren Daten verfügbar werden.

Illustration: Anteil der Erholungsflächen an der Gesamtfläche der Schweiz, 2005

Quelle: Stettler, Jürg, Martina Gisler und Giovanni Danielli (2007): Wirtschaftliche Bedeutung der Sportinfrastrukturen (Kurz- und Schlussbericht). Magglingen: BASPO.

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