Observatorium Sport und Bewegung Schweiz
Freitag, 3. September 2010

Weitere Indikatoren

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5.1 Volkswirtschaftliche Bedeutung des Sports in der Schweiz

5.2 Kosten des Bundesengagements für den Sport

5.3 Beschäftigungswirkung des Sports

5.4 Ehrenamtliche Arbeit im Sport

5.5 Versorgung mit Sportanlagen

5.6 Unterstützungsleistungen im Rahmen des NASAK

5.7 Sportanlässe

5.8 Finanzen des Vereins- und Verbandswesens

5.9 Kosten der Sportunfälle

Indikator 5.9

Kosten der Sportunfälle

Gemäss einer Studie des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich* verursachten die Sportunfälle in der Schweiz jährliche Kosten von über 3 Mrd. CHF (direkte Kosten von 1.1 Mrd. CHF und indirekte Kosten (z.B. Arbeitsausfall) von 2.3 Mrd. CHF), die für eine Gesamtbilanz allerdings mit den deutlich höheren Kosten der körperlichen Inaktivität (höhere Morbidität und Mortalität) "verrechnet" werden müssen.

*A. Smala, I. Beeler, T. Szucs: "Die Kosten der körperlichen Inaktivität in der Schweiz", 2001.

Befunde

Die Daten der oben erwähnten Studie basieren über weite Strecken auf Schätzungen. Lediglich bei den Versicherten nach Unfallversicherungsgesetz (UVG) bestehen zuverlässige Zahlen zu den direkten Kosten, die sich im Jahr 2007 gemäss der folgenden Abbildung auf CHF 724 Mio. beliefen. Auffallend ist, dass die Kosten zwischen 2000 (CHF 552 Mio.) und 2003 (CHF 744) markant anstiegen, um seither auf etwas tieferem Niveau relativ stabil zu bleiben.

Weitere Daten zeigen, dass die Ballspiele und der Wintersport für rund sechzig Prozent der direkten Kosten verantwortlich sind, wobei der Wintersport als Folge von Klima und Schneeverhältnissen durch erhebliche jährliche Schwankungen geprägt ist. Werden die Unfallkosten in Beziehung zur Ausübungshäufigkeit (Expositionszeiten) verschiedener Sportarten gesetzt, so verursacht der Fussball die höchsten Kosten. Eishockey, Skifahren und Inline-Skating/Roillschuhlaufen müssen ebenfalls als vergleichsweise "teuer" bezeichnet werden.

Einschätzung: Nach einer relativ stabilen Kostenentwicklung bei den Sportunfällen im Laufe der 1990er Jahre sind die Kosten bis 2003 stark angestiegen und haben sich seither stabilisiert. Dies dürfte in erster Linie eine Folge des starken Anstiegs der allgemeinen Gesundheitskosten sein, denn die Entwicklung der Unfallhäufigkeit erweist sich gemäss Indikator 4.1 als vergleichsweise stabil. Die Ausnahme von dieser Regel bildet das Jahr 2003 mit dem "Jahrhundersommer", in dem nicht nur die Kosten, sondern auch die Zahl der Unfälle deutlich höher lag als im Vorjahr.

 

Illustration: Kosten der Sportunfälle aller UVG-Versicherten 1988-2007 (in Mio. CHF)


(Die Zahlen beinhalten Heilungs-, Taggeld- und Rentenkosten)
Quelle: SUVA, Kommission für die Statistik der Unfallversicherung (KSUV)


Letzte Änderung:  2. Februar 2010

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