
Die Studie "Probleme, Strategien und Perspektiven der Schweizer Sportvereine" (M. Lamprecht, K. Murer, H.P. Stamm) kann unter ISBN-Nr. 3_9522686-5-8 in jeder Buchhandlung bestellt werden.
Ehrenamtliche Mitarbeit (Swiss Olympic)
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5.1 Volkswirtschaftliche Bedeutung des Sports in der Schweiz
5.2 Kosten des Bundesengagements für den Sport
5.3 Beschäftigungswirkung des Sports
5.4 Ehrenamtliche Arbeit im Sport
5.5 Versorgung mit Sportanlagen
5.6 Unterstützungsleistungen im Rahmen des NASAK
5.7 Sportanlässe
Ehrenamtliche (d.h. weitgehend unentgeltliche und freiwillige) Arbeit ist die zentrale Ressource der Schweizer Sportvereine. Wie die folgende Tabelle zeigt, sorgen in den Sportvereinen gegenwärtig knapp 300'000 Ehrenamtliche für ein vielfältiges und günstiges Sportangebot. Dazu kommen rund 17'500 zumindest teilweise bezahlte Mitarbeitende.
Der Zeitaufwand für eine ehrenamtliche Tätigkeit liegt bei durchschnittlich 12 Stunden pro Monat bzw. rund 3 Stunden pro Woche. Müssten die ehrenamtlichen Leistungen im Schweizer Vereinssport kommerziell erbracht werden, so würden dafür rund 21'000 Vollzeitstellen mit einem Marktwert von 1.5 bis knapp zwei Milliarden Franken benötigt.
Die bezahlten Mitarbeitenden verrichten dagegen eine Arbeitsleistung im Umfang von rund 5'300 Vollzeitäquivalenten mit einem Marktwert von – je nach Schätzung – zwischen 370 und 490 Mio. Franken. Aus dieser Gegenüberstellung geht hervor, dass das Ehrenamt der zentrale Pfeiler der Vereinsarbeit bleibt.
Es fällt jedoch auf, dass die Zahl der ehrenamtlichen Stellen zwischen 1997 und 2010 um rund 20 Prozent zurückgegangen ist, während die entschädigten Positionen um 75 Prozent gewachsen sind. Selbst wenn die meisten bezahlten Mitarbeiterstellen nur ein kleines Pensum umfassen (im Durchschnitt rund 30%), so zeichnet sich doch eine Tendenz zu einer stärkeren Professionalisierung im Schweizer Vereinssport ab. Detailanalysen zeigen dabei erwartungsgemäss, dass dieser Trend vor allem die Grossvereine betrifft. Trotz der beobachtbaren Tendenz zur stärkeren Professionalisierung haben immer noch 85 Prozent aller Schweizer Sportvereine keinerlei bezahlte Mitarbeitende und funktionieren ausschliesslich dank dem Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter.
Einschätzung: Das Ausmass der ehrenamtlichen Mitarbeit, die eine unabdingbare Voraussetzung für den Vereinssport darstellt, ist in der Schweiz sehr hoch. Obwohl sich kein Nachlassen der Bedeutung der Ehrenamtlichkeit nachweisen lässt, gibt es Anzeichen, die mittel- bis langfristig auf Probleme hindeuten (z.B. Rekrutierungsprobleme, steigende Belastung, Mitgliederfluktuation).
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Anmerkung: * Mitarbeiter, die keine Aufwandsentschädigung oder eine Aufwandsentschädigung bis maximal Fr. 2000.- im Jahr enthalten. ** Mitarbeiter mit einer Aufwandsentschädigung von über Fr. 2000.- pro Jahr. *** Die Hochrechnung beruht auf einer Jahresarbeitszeit von 1900 Std. und einem Stundenlohn von 43 Fr (2010) und 39 Fr. (1996; Anpassung für 2010 entspricht der Inflation). |
Observatorium Sport und Bewegung Schweiz
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