Observatory Sport and physical activity Switzerland
Friday, 24 May 2013

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Indikator 4.4

Dopingkontrollen

Die Durchführung und Analyse von Dopingkontrollen gehört zu den Eckpfeilern der Dopingbekämpfung und -prävention. Im "Drei-Säulen-Konzept" der schweizerischen Anti-Doping-Bestrebungen haben die Kontrollen neben Prävention und Information sowie Forschung einen zentralen Stellenwert. Die schweizerische Dopingbekämpfung erfolgt seit dem 1. Juli 2008 durch die Stiftung Antidoping Schweiz, die rund hälftig durch den Bund und Swiss Olympic finanziert wird.

Befunde

Wie die folgende Abbildung zeigt, werden in der Schweiz gegenwärtig jährlich rund 2'000 Dopingkontrollen durchgeführt, von denen in aller Regel weniger als ein Prozent einen positiven Befund liefert. Der Anteil von Kontrollen im Auftrag Dritter (z.B. WADA) und sogenannter Trainings- und On-the-Spot-Kontrollen hat seit Beginn der 2000er Jahre auf Kosten der Kontrollen anlässlich von Wettkämpfen deutlich zugenommen. On-the-Spot-Kontrollen sind vergleichsweise aufwendig, weil die Athlet/innen an ihren Wohn- oder Trainingsorten aufgesucht werden müssen. Sie haben jedoch den Vorteil, dass sie für potentielle Dopingsünder/innen kaum vorauszuahnen sind.

Einschätzung: Die Schweiz verfügt über ein gut ausgebautes System der Dopingkontrollen, das in jüngster Zeit mit der vermehrten Durchführung von Trainings- und On-the-spot-Kontrollen weiter verbessert wurde. Negativ ins Gewicht fallen allerdings die steigenden Kosten der Kontrollen. Die hohe Qualität der schweizerischen Anstrengungen zur Dopingbekämpfung wird auch vom Europarat positiv hervorgehoben.

 

Illustration: Anzahl verschiedener Arten von Dopingkontrollen, 1995-2010


Quelle: Jahresberichte von Antidoping Schweiz.


Last Updated:  3 July 2012

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