
Zusatzstudie zur Erfolgsbilanz der Schweiz in London 2012
Zusatzstudie zur Erfolgsbilanz der Schweiz in Vancouver 2010
Zusatzstudie zur Erfolgsbilanz der Schweiz in Peking 2008
Zusatzstudie zur Erfolgsbilanz der Schweiz in Turin 2006
Detailinformationen finden sich in den Swiss Olympic Reports (SOR) zu Sydney, Salt Lake City und Athen, die bei Swiss Olympic bestellt werden können.
Schnellnavigation zu den Indikatoren des Bereichs Spitzensport:
3.1 Erfolgsbilanz im internationalen Spitzensport
3.2 Reichweite der Nachwuchsförderung
3.3 Swiss Olympic Talents Cards
3.4 Sportfreundliche Bildungsangebote (inkl. Berufslehre)
3.5 Swiss Olympic Cards (Spitzensportausweise)
3.6 Trainerinnen- und Trainerausbildung
3.7 Umsetzung von Förderungsprogrammen in den Verbänden
Ob ein Land an internationalen Titelkämpfen erfolgreich ist, gilt als wichtiger Indikator zur Einschätzung des Niveaus seines Leistungssports. Zur Bestimmung des Erfolgs der Schweiz im internationalen Spitzensport können die Olympischen Sommer- und Winterspiele dienen, da an diesen Anlässen die Weltelite in einer Vielzahl wichtiger Sportarten vertreten ist.
Die folgende Abbildung zeigt, wie viele Medaillen und Top 8-Rangierungen (Medaillen plus Diplome) die Schweizer Delegationen an den Olympischen Sommer- und Winterspielen seit 1964 gewannen. Aus der Darstellung geht ein längerfristiges Auf und Ab der Erfolge hervor. In den 1980er Jahren stechen dabei zwei positive Ausreisser ins Auge: Los Angeles 1984 (Abwesenheit verschiedener sozialistischer Länder) und Calgary 1988. Dagegen markieren Albertville und Barcelona 1992 eher die Tiefpunkte der jüngeren Entwicklung.
Seit den frühen 1990er Jahren scheint sich die Schweiz bei den Winterspielen in einer deutlichen Aufschwungphase zu befinden, die in Vancouver allerdings nicht mehr aufrecht erhalten werden konnte. Wird Turin 2006 jedoch – ähnlich wie Calgary 1998 – als "positiver Ausreisser" klassifiziert, so wäre von einer Stabilisierung des längerfristigen Trends zu sprechen.
Etwas anders sieht es bei den Sommerspielen aus, wo Sydney 2000 als „positiver“, London 2012 dagegen vorderhand als "negativer" Ausreisser der jüngeren Geschichte charakterisiert werden muss. Ob es sich bei London 2012 tatsächlich um einen Ausreisser oder um eine Trendwende handelt, wird sich erst anlässlich von Rio de Janeiro 2016 zeigen.
Einschätzung: Obwohl die Schweiz ein kleines Land mit einem begrenzten Potenzial an Sporttalenten ist, schneidet sie bei internationalen Titelkämpfen vergleichsweise gut ab. Selbst wenn die Schweizer Delegation in London und Vancouver nicht an ihre Erfolge von Sydney, Peking und Turin anknüpfen konnte, ordnen sich die letzten Sommer- und Winterspiele gut in den langfristigen Entwicklungstrend ein.
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