
Zusatzstudie zur Erfolgsbilanz der Schweiz in Vancouver 2010
Zusatzstudie zur Erfolgsbilanz der Schweiz in Peking 2008
Zusatzstudie zur Erfolgsbilanz der Schweiz in Turin 2006
Detailinformationen finden sich in den Swiss Olympic Reports (SOR) zu Sydney, Salt Lake City und Athen, die bei Swiss Olympic bestellt werden können.
Schnellnavigation zu den Indikatoren des Bereichs Spitzensport:
3.1 Erfolgsbilanz im internationalen Spitzensport
3.2 Reichweite der Nachwuchsförderung
3.3 Swiss Olympic Talents Cards
3.4 Sportfreundliche Bildungsangebote (inkl. Berufslehre)
3.5 Swiss Olympic Cards (Spitzensportausweise)
3.6 Trainerinnen- und Trainerausbildung
3.7 Umsetzung von Förderungsprogrammen in den Verbänden
Ob ein Land an internationalen Titelkämpfen erfolgreich ist, gilt als wichtiger Indikator zur Bestimmung des Niveaus des Leistungssports. Aufgrund der grossen Zahl internationaler Wettkämpfe und Sportarten beschränkt sich das Observatorium auf die Erhebung und Analyse der Erfolgsbilanzen anlässlich Olympischer Sommer- und Winterspiele.
Die folgende Abbildung zeigt die Erfolgsbilanz der Schweizer Delegationen an den Olympischen Spielen von 1964 bis 2010. Unterschieden wird dabei zwischen der Anzahl Medaillen und der Anzahl Top 8 Ranglierungen (Medaillen plus olympische Diplome der Ränge 4 bis 8).
Der Darstellung ist zu entnehmen, dass die Erfolgsbilanz der Schweiz längerfristig relativ stabil ist. Bei den Winterspielen scheint der seit 1992 nachweisbare Aufschwung in Vancouver 2010 gebrochen worden zu sein. Wird Turin 2006 jedoch als "positiver Ausreisser" identifiziert, so wäre wohl von einer Stabilisierung des Trends zu sprechen.
Auch Sydney (2000) erweist sich angesichts der Erfahrungen in Athen (2004) und Peking (2008) als „positiver“ Ausreisser im Rahmen eines seit den späten 1980er Jahren relativ stabilen, tendenziell aber ebenfalls leicht ansteigenden Trends bei den Sommerspielen. Weitere Daten zeigen, dass es nur wenige Sportarten sind, in denen die Schweizer Delegationen regelmässig Erfolge verbuchen und dass die Männer einen grösseren Beitrag zur Erfolgsbilanz leisten. In den letzten Jahren haben die Frauen jedoch deutlich aufgeholt; an dieser Gesamteinschätzung ändert auch die Tatsache nicht, dass die Schweizer Frauen in Vancouver 2010 eher etwas "unter ihrem Wert" geschlagen wurden.
Einschätzung: Obwohl die Schweiz ein kleines Land mit einem begrenzten Potenzial an Sporttalenten ist, schneidet sie bei internationalen Titelkämpfen vergleichsweise gut ab. Selbst wenn die Schweizer Delegation in Athen, Peking und Vancouver nicht an ihre Erfolge von Sydney und Turin anknüpfen konnte, ordnen sich die letzten Sommer- und Winterspiele gut in den langfristigen Entwicklungstrend ein.
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Quelle: Observatorium Sport und Bewegung Schweiz |
Observatorium Sport und Bewegung Schweiz
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