Observatorium Sport und Bewegung Schweiz

Indikator 2.2

Aus- und Weiterbildung von Sportlehrpersonen

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Aufgrund des nach Kantonen differenzierten Bildungssystems gibt es in der Schweiz verschiedene Wege, um Sportlehrperson zu werden bzw. eine Befähigung zur Erteilung des Sportunterrichts zu erlangen. In der Regel ist die Unterrichtsbefähigung für die Vorschul-, Primar- und Sekundarstufe I Teil von Ausbildungsgängen, die an den Pädagogischen Hoch­schulen zu einem entsprechenden Lehrerdiplom führen. Dagegen setzt das Unterrichten an der Sekundarstufe II (Maturitäts- und Berufsschulen) in der Regel ein sport- oder bewegungs­wissenschaftliches Hochschulstudium sowie pädagogisch-didaktische Zusatzausbildungen an (pädagogischen) Hochschulen voraus.

Befunde

In der Schweiz bieten gegenwärtig 26 Institute an 22 Hochschulen und Universitäten insgesamt 80 Ausbildungsgänge und Zusatzstudien an, die in der einen oder anderen Weise zum Sportunterricht führen. Wie aus der folgenden Abbildung hervorgeht, handelt es sich bei einem Viertel der angebotenen Ausbildungen (26%) um sport- und bewegungswissenschaftliche Studiengänge, die nicht direkt zu einer Unterrichtsbefähigung führen, sondern durch Zusatzausbildungen (21%) ergänzt werden müssen. Gemessen an der Zahl der Ausbildungsgänge sind die Vorschule und Primarstufe besonders wichtig. Nicht in allen diesen Ausbildungsgängen ist das Fach Sport jedoch obligatorisch.

Einschätzung: Die Schweiz verfügt über ein differenziertes, stellenweise aber auch etwas unübersichtliches Ausbildungssystem für Sportlehrpersonen auf verschiedenen Stufen.

Illustration: Ausbildungen, welche direkt oder mittels Zusatzausbildungen zur Unterrichtsbefähigung für den Sportunterricht führen, nach Art des Ausbildungsgangs, Stand 2013

Quelle: Zusammenstellung auf der Grundlage der Angaben auf www.sportstudien.ch.

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