Observatorium Sport und Bewegung Schweiz
Mittwoch, 22. Mai 2013

Weitere Informationen

Details zum Indikator (PDF)

Link zum Sonderbericht zu Sport Schweiz 2008 "Sportverhalten der Migrationsbevölkerung"

Link zum Kompetenzzentrum Intergration druch Sport KIS des BASPO

Indikator 4.9

Integrationsleistungen des Sports

Die U17-Fussballnationalmannschaft wird häufig als Beispiel für die erfolgreiche Integration im und durch den Sport zitiert: Junge Menschen mit Wurzeln in zwölf Ländern auf drei Kontinenten, so das Argument, haben mit Teamgeist und Einsatz vorgelebt, wie das gemeinschaftliche Miteinander funktionieren und welche Wirkung der Sport als Integrationsinstrument haben kann.

Nicht nur im Spitzen-, sondern auch im Breitensport stellt sich die Frage nach der Integra­tion im und durch den Sport. Dabei sollte Integration nicht nur als "Integration von Menschen aus anderen Kulturen" verstanden werden, sondern beispielsweise auch als "Integration von sozial be­nach­teiligten Gesellschaftsmitgliedern" oder "Integration von behinderten Menschen". Das Kom­pe­tenzzentrum Integration durch Sport (KIS) des BASPO beschäftigt sich mit diesen Fragen und wird in den kommenden Jahren zunehmend entsprechende Daten zur Verfügung stellen.

Befunde

Vorder­hand existieren partielle Angaben zur Integration der ausländischen Wohnbevölkerung in den Sport. Wie aus der folgenden Abbildung hervorgeht, ist die ausländische Wohnbevölkerung der Schweiz deutlich seltener sportlich aktiv als die einheimische. Der untere Teil der Abbildung deutet jedoch darauf hin, dass erhebliche Unterschiede je nach Herkunftsregion der Migrationsbevölkerung bestehen. Ausländer aus West- und Nordeuropa sind in einem mit den Schweizern vergleichbaren Ausmass sportlich aktiv, während der Anteil der regelmässig Aktiven bei den Migrantinnen und Migranten aus Ost- und Südosteuropa besonders gering ist.

Einschätzung: Vorderhand existieren erst allgemeine Daten zur Intergration der ausländischen Wohnbevölkerung in den Sport, die darauf hindeuten, dass erhebliche Unterschiede zwischen Migranten und Schweizern existieren. Detaildaten und Angaben zu weiteren Integrationsdimensionen dürften in den kommenden Jahren verfügbar werden.

 

Illustration: Sportaktivität der Migrationsbevölkerung nach Herkunftsregion im Vergleich mit der einheimischen Bevölkerung (Häufigkeit und Dauer der sportlichen Betätigung, in Prozent der jeweiligen Bevölkerungsgruppe), 2007


Quelle: Sport Schweiz 2008


Letzte Änderung:  3. Juli 2012

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