
Schnellnavigation zu den Indikatoren des Bereichs Fairer und sicherer Sport:
4.1 Sportunfälle und -verletzungen
4.2 Prävention von Sportunfällen
4.3 Gewalt und Fairplay im Sport
4.4 Dopingkontrollen
4.5 Dopinginformation und -prävention
4.7 Umweltwirkungen des Sports
Die Kehrseite der positiven Gesundheitswirkungen von Sport und körperlicher Bewegung sind die Verletzungen und Unfälle, die sich bei sportlichen Aktivitäten ereignen. Im Interesse maximaler Gesundheitseffekte auf der Ebene der Gesamtbevölkerung gilt es daher, die Verletzungsrisiken von Sport und körperlicher Aktivität mittels präventiver Massnahmen möglichst zu reduzieren.
Gemäss der SUVA und der bfu wurden im Jahr 2009 in der Schweiz rund 315'000 Sportunfälle gezählt. Für die Veränderungen zwischen den einzelnen Jahren sind verschiedenste Faktoren (z.B. Witterungsverhältnisse) verantwortlich. Der Rekordwert des Jahres 2003 dürfte dabei nicht zuletzt eine Folge des „Jahrhundertsommers“ jenes Jahres sein. Der leichte Anstieg der vergangenen Jahre ist dagegen vor allem auf das anhaltende Bevökerungswachstum bei ungebrochen hoher Sportteilnahme zurückzuführen. Berücksichtigt man die Bevölkerungsentwicklung, so zeigt sich über die vergangenen rund zehn Jahre eine insgesamt stabile Entwicklung.
Kinder und Jugendliche sind besonders häufig von Sportunfällen betroffen, während Senioren kaum Sportunfälle verursachen. Dies ist insofern nicht weiter erstaunlich, als junge Personen weitaus häufiger sportlich aktiv sind als ältere Personen (vgl. Indikator 1.1). Eine Detailanalyse der Sportunfälle zeigt, dass der Wintersport und die Ballspiele zusammen über 60 Prozent aller Sportunfälle ausmachen. Werden die Unfallzahlen zu den Ausübungshäufigkeiten und -zeiten verschiedener Sportarten in Beziehung gesetzt, so erweisen sich Fussball, Eishockey und Basketball als "verletzungsträchtigste" Sportarten.
Einschätzung: Das Unfallgeschehen im Sport weist seit den späten 1990er Jahren eine relativ konstante Entwicklung auf, verzeichnete im Jahr 2003 als Folge des "Jahrhundertsommers" jedoch einen Höchstwert. Der Befund, dass erhebliche Unterschiede zwischen verschiedenen Sportarten und Bevölkerungsgruppen bestehen, bildet den Ansatzpunkt für spezifische Präventionskampagnen etwa im Fussball oder im Wintersport. Von solchen Ansätzen wird bei stabilen Teilnehmerzahlen an den entsprechenden Sportarten eine Reduktion der Sportunfälle erwartet.
Observatorium Sport und Bewegung Schweiz
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